[21] MG. SS. III, 686-690. Vgl. oben [S. 306]. Im Cod. Christ. 1283 (Arch. XII, 315) folgen auf einen Bericht über Arnulfs Absetzung u. Gerberts Nachfolge sehr bittere Verse Tres contra Dominum, die K. Palm Forsch. XIII, 579 aus einer Abschrift mitgetheilt hat. Der Cod. hat nach Mitth. von Dümmler immer Gilb. u. v. 7 cupiere; außerdem vor v. 10 den tautologischen Vers „Romam vexat adhuc census amor immoderatus.“. Sie finden sich aber auch bei Giesebr. III, 1263 (von v. 7. an) auf Wiebert angewandt, und scheinen mir dahin besser zu passen.

[22] Hier war 945 die Regel durch Erzbischof Hugo mit Rath des Abts Erchambold von Fleury hergestellt und Hinkmar († 967) als erster selbständiger Abt eingesetzt. Gerhard von Brogne (oben S. 388) wird dabei von Flodoard auffallender Weise gar nicht erwähnt. Schon 948 führte Berner Mönche von St. Remi nach Homblières im Vermandois, da die dortigen Nonnen zu liederlich waren und trotz aller Mühe blieben, s. Inventio, translatio et miracula S. Hunegundis a. 946 auct. Bernero, Mab. V, 214-221. Andere kamen 952 nach St. Basle und durch Erzbischof Adalbero 971 unter Lietald nach Mouson, 972 nach St. Thierry, dit du Mont d'or.

[23] S. G. Monod, Études sur l'hist. de Hugues Capet. Les sources historiques. Revue hist. XXVIII, 241-272.

[24] Vermuthlich eine Gesta. S. C. v. Kalckstein, Geschichte d. frz. Königthums unter den ersten Capetingern, I (1877) S. 476-482, wo seine ganz entstellten Nachrichten von K. Odo besprochen sind.

[25] Vgl. die Dissertation von Reimann, worin Richers Unzuverlässigkeit im einzelnen nachgewiesen ist, namentlich auch die Unechtheit seiner Zusätze zum Ingelheimer Concil.

[26] F. Vogel in Actis Sem. Erlang. II, 418-421.

[27] Nach Wittich in den Forschungen III, 105-141 hätte Richer I, 34 bis 40 eine lothringische Quelle benutzt, und weil er von Giselberts Erhebung erst bei dem Eintritt dieser Quelle berichtet, die Stellen, wo er vorher erwähnt wurde, verändert, um oberflächlich die Einheit herzustellen. Vgl auch Waitz, Heinrich I, 3. Ausgabe, S. 26 ff.

[28] Für die Zeit Otto's II wird seine Glaubwürdigkeit vertheidigt von Ad. Matthaei: Händel Otto's II mit Lothringen, Hall. Diss. 1882; für die Erhebung der neuen Könige (IV, 12. 13) von Julien Havet, Revue hist. XLV, S. 290-297, vgl. NA. XVII, 224.

[29] Richeri Historiarum libri IV ed. Pertz, MG. SS. III, 561-657, mit Schriftprobe. Zwei andere Seiten in W. Arndts Schrifttafeln, t. 47, 2. A. 49. Besonderer Abdruck, Han. 1839. Neue Ausg. von Waitz 1877 mit genauerer Beachtung der in der Handschrift vorgenommenen Aenderungen. Mit französischer Uebersetzung von Guadet, Paris 1845, und publiée par l'Acad. Imp. de Reims avec traduction, notes etc. par A. M. Poinsignon, 1856. Uebersetzung von Freiherr v. d. Osten-Sacken, mit Einleitung von Wattenbach, Berlin 1854; neue Ausg. 1891, Geschichtschr. 37 (X, 10). Reimann de Richeri vita et scriptis, Olsnae 1845. Giesebr. I, 788. Maurenbrecher S. 69-74. Die Handschrift wird schon in dem Catalog der Michelsberger Bibliothek von Ruotger zwischen 1112 u. 1113 (Schannat Vindem. I, 52) erwähnt; auch ein Vegez kam dahin aus Reims: Veget. ed. Lang p. XXXI. Ekkehard hatte jedoch eine von der unserigen verschiedene Handschrift.

[30] Baluzii Miscell. I, 409. Schannat, Hist. Fuld. p. 132.