[19] Für die Jahre 802-805 nach Heigel Auszug einer ausführlicheren Version der Königsannalen, welche in den Ann. Mett. erhalten ist. S. Heigel: Ueber die aus den alten Murbacher Annalen abgeleiteten Quellen. Forsch. V, 397-403; zustimmend, gegen Arnold, Waitz, Forsch. XX, 391. Seraphim S. 32-61. — Der von Pertz im Arch. VII, 1018 angeführte Murbacher Bibliothekskatalog saec. IX vel X ist gedruckt bei Senebier. Cat. de la bibl. de Genève S. 77; vollständig von H. Hagen, Neue Jahrbb. f. Philol. CXVI (1877), 865-871. Doch bemerkt schon Pertz, Arch. VIII, 257, daß er nach Reichenau zu gehören scheine. Geschichtlich ist darin nur Greg. Turon. und Vita et gesta Caroli.

[20] Ann. Guelferbyt. 741-790, MG. I, 22-31; 40-44 neben den Alam. und Nazariani; dann folgen die weiteren Fortsetzungen der Guelf. und Alamannici. Neue Ausg. der Alam. nach dem in Zürich wiedergefundenen Original von Henking, Mitth. z. vaterl. Gesch. XIX, S. 224-265. Arnold, S. 37-42, leitet die Forts. 771-790 und 790-799 von den Hofannalen ab; desgl. Seraphim S. 32-39. Nach Dünzelmann wären die Alam. erst um 800 compilirt u. schöpften aus den Lauresh. u. Guelferbytanis, NA. II, 511. Untersuchung von Henking a. a. O. S. 347 ff. Danach ist bis 799 noch eine gemeinsame Quelle kenntlich, Fortsetzung der vorhergehenden, welche theils in Gorze, theils in Murbach überarbeitet wurde. Vgl. über die weitere Verbreitung dieser Annalen Waitz in Schmidts Zeitschrift II, 51.

[21] MG. SS. IV, 2, Ann. Alcuini. Ein ähnliches Exemplar bis 792, mit Verbesserungen, aus Saint-Benôit-sur-Loire, bei Delisle, Catal. du Fonds Libri, p. 70.

[22] Ann. S. Germani minores 642-919, im Anfang des zehnten Jahrhunderts geschrieben, den Murbacher und besonders den Ann. Aug. brevissimi (SS. III, 136) verwandt (vgl. Seraphim S. 73-75), von geringer Bedeutung; die Fortsetzung 923-1146 sehr dürftig. Die Annales S. Germani Parisiensis 466-1061, III, 166-168, sind im elften Jahrhundert geschrieben und meist localen Inhalts, a. 987 ist, wie Dümmler bemerkt, captum irrig in Capetus verändert. Die Translatio S. Germani (755) bei Mab. III, 2, 104-118, Acta SS. Mai. VI, 788-796, beschreibt die Translation, bei welcher Pippin geholfen und Palaiseau geschenkt haben soll. Daß die Erzählung Karl dem Gr. in den Mund gelegt wird, hielt ich für Fiction, sie wird in Schutz genommen von Oelsner, Pippin S. 501, und jetzt auch von Waitz, Ex translationibus et miraculis S. Germani Excerpta, SS. XV, 5-9. B. Simson, Jahrb. Karls I, 9, verhält sich skeptisch, um so mehr, da Aimoin die Schrift nicht kennt.

[23] Annales S. Dionysii, ed. E. Berger, Bibl. de l'École des chartes XL (1879), 261-295; SS. XIII, 718-721 von Waitz die Annalen mit der in die Ann. S. Germ. min. übergegangenen Fortsetzung; aus den weiteren Fortsetzungen nur Auszüge.

[24] Ann. Juvavenses majores 550-855, 976, leider mit einer großen Lücke in der wichtigsten Zeit, MG. I, 87 nach Eckhardt. Benutzung der Ann. S. Amandi, wie Giesebrecht a. a. O. S. 228 meint, scheint mir zweifelhaft. Ann. Juvavenses minores 742-814 (I, 88) sind 816 geschrieben; über eine darin benutzte Quelle s. oben [S. 147.] Nach Auffindung der Handschrift in Würzburg sind diese beiden Annalen leider nicht neu abgedruckt, [←1] sondern SS. III, 122 mit keineswegs erschöpfenden Berichtigungen und Supplementen versehen. — Ann. Salisb. 499-1049 (I, 89) von 784 an gleichzeitig, der Anfang saec. XII ergänzt, vorherrschend local. — Annales S. Emmerammi majores 748-823. minores 732-1062, MG. I, 92 bis 94. [←2] Wiederholt bei Karl Roth, Verzeichniß der Freisinger Urkk. von Corb. bis Egilbert (München 1855) S. 89-92 nach der Handschrift; minores jetzt auch SS. XIII, 47. Ann. Bawarici breves 684-811, MG. SS. XX, 8, ohne Grund in zwei Stücke getheilt, zu derselben Gruppe gehörig; vgl. Arnold S. 50.

[25] Den Ann. S. Rudberti, MG. SS. IX, 758.

[26] Ein verlorenes baierisches Geschichtswerk des 8. Jahrhunderts, Münch. SB. 1881, I, 247-291, vgl. S. 389. Einige Verbesserungen von W. Meyer: Philol. Bemerkungen zu Aventins Annalen (Abh. d. Münch. Ak. I. Cl. XVII, III) S. 762. Ders. weist S. 752 den Titel nach: „Vita Thessaloni III scripta a Creontio, qui Thessalono fuit ab epistolis, inc. ab a. Chr. 771 usque ad a. 796“ unter den von Aventin benutzten Quellen. — Spuren davon in den Annales Salisb. cod. Monac. SS. XIII, 237. Die Möglichkeit eines in der Form von „Crantz“ wenig verschiedenen Namens zeigt v. Oefele, HZ. LI, 154. Zustimmend Riezler im Nachwort zur Ausgabe von Aventins Werken III, 577.

[27] S. die Ausgabe von Jaffé, Bibl. I, 32.

[28] Annales Fuldenses antiqui, ed. Pertz, MG. SS. III, 116, in Verbindung mit Sickels Untersuchung der Wiener Handschrift, Forschungen IV, 454-461. Neue Ausgabe von Fr. Kurze, Ann. Fuld. p. 136-138.