In [Fig. 283] ist zuerst dargestellt, wie die Lichtstrahlen vom Punkt L ausgehen, durch die Linse (zweimal) gebrochen und dann in einen Punkt B vereinigt werden. Liegt L′ seitwärts der Achse, so liegt auch B′ seitwärts der Achse. In der dritten Figur ist dargestellt, wie man das Bild durch eine Konstruktion finden kann. Man benützt 3 von L′ ausgehende Strahlen: I parallel der Achse, geht dann durch F1; II geht durch die Mitte der Linse ungebrochen weiter; III geht durch F2 und wird nach der Brechung parallel der Achse. In der vierten Figur sind für mehrere Lagen des leuchtenden Gegenstandes L1, L2 . . . . G2 die Bilder B1, B2 . . . . G1 gezeichnet.

Rückt ([Fig. 284]) der l. P. von G2 in den zweiten Raum, so wird a noch kleiner, 1 a größer, also 1b noch kleiner, demnach b noch größer; das Bild rückt von G1 aus von der Linse weg in den ersten Raum. Ist der l. P. in F2 angekommen, so ist a = f, also 1b = 0, also b = ∞: das Bild liegt im Unendlichen, die Lichtstrahlen sind nach der Brechung parallel der Achse. Während der leuchtende Punkt den zweiten Raum von G2 nach F2 durchläuft, durchläuft das Bild den ersten Raum von G1 bis ins Unendliche und ist reell. Die Bilder sind dabei vergrößert und verkehrt.

Fig. 284.

In [Fig. 284] ist zuerst dargestellt, wie die von L ausgehenden Lichtstrahlen durch die Linse (zweimal) so gebrochen werden, daß sie sich in einem Punkt B vereinigen. In der zweiten Figur wird das Bild BB′ durch Konstruktion gefunden, indem man drei Strahlen I, II, III von denselben Eigenschaften wie vorher benützt. In der dritten Figur ist für mehrere Lagen des leuchtenden Gegenstandes G2, L1, L2 . . . . das zugehörige Bild G1, B1, B2 . . . . gezeichnet.

Rückt ([Fig. 285]) der l. P. vom F2 in den dritten Raum, so wird a < f, also 1a > 1f; deshalb ergibt sich 1b negativ. Das bedeutet, daß das Bild nicht hinter, sondern vor der Linse liegt. So lange dabei a noch nahezu = f ist, ist auch b noch sehr groß; wird a noch kleiner und schließlich = 0, so wird auch b kleiner und schließlich = 0. Während der leuchtende Punkt von F2 aus den dritten Raum durchläuft bis zur Linse, durchläuft das Bild den ganzen Raum vor der Linse vom Unendlichen bis zur Linse und ist virtuell. Die Bilder sind dabei vergrößert und aufrecht.

Fig. 285.

In [Fig. 285] ist zuerst gezeichnet, wie die von L herkommenden Strahlen durch die positive Linse (zweimal) so gebrochen werden, daß sie nach der Brechung divergieren, wie wenn sie von dem vor der Linse liegenden Punkte B herkämen. In der zweiten Figur ist das Bild BB′ konstruiert: I parallel der Achse geht dann durch F1, II geht durch die Mitte der Linse ungebrochen weiter, III, welches so geht, als wenn es von F2 herkäme, wird nach der Brechung parallel der Achse; die drei gebrochenen Strahlen I′, II′, III′ divergieren so, wie wenn sie von B′ herkämen. In der dritten Figur ist für verschiedene Lagen des leuchtenden Gegenstandes L1, L2 etc. das virtuelle Bild B1, B2 etc. gezeichnet.