Valeria. Im Ernst, es ist wahr; ich hörte einen Senator davon erzählen. So war es:—Die Volsker haben ein Heer ausrücken lassen, welchem Cominius, der Feldherr, mit einem Teil der römischen Macht entgegengegangen ist. Euer Gemahl und Titus Lartius belagern ihre Stadt Corioli; sie zweifeln nicht daran, sie zu erobern und den Krieg bald zu beendigen.—Dies ist wahr, bei meiner Ehre! Und nun bitte ich Euch, geht mit uns.

Virgilia.
Verzeiht mir, gute Valeria; künftig will ich Euch in allem andern gehorchen.

Volumnia.
Ei, laßt sie, Liebe. Wie sie jetzt ist, würde sie nur unser Vergnügen stören.

Valeria.
Wirklich, das glaube ich auch. So lebt denn wohl. Kommt, liebe, teure Frau.
Ich bitte dich, Virgilia, wirf deine Feierlichkeit zur Tür hinaus und geh
noch mit.

Virgilia. Nein, auf mein Wort, Valeria. In der Tat, ich darf nicht; ich wünsche Euch viel Vergnügen.

Valeria.
Gut, so lebt denn wohl!

(Alle ab.)

Vierte Szene

Vor Corioli
Mit Trommeln und Fahnen treten auf Marcius, Titus, Lartius,
Anführer, Krieger. Zu ihnen ein Bote

Marcius.
Ein Bote kommt. Ich wett, es gab ein Treffen.