Prospero.
Recht wohl, mein fleißiger Ariel, du sollst frey sein.

Alonso. Das ist ein so seltsamer Irrgarten, als je ein Mensch betreten hat, und es ist mehr als die Natur zuthun vermag, in diesem Geschäfte; ohne ein Orakel ist es unmöglich, etwas davon zu begreiffen.

Prospero. Mein gebietender Herr, beunruhigt euch nicht, das Wunderbare in diesen Dingen zu ergründen; in kurzem will ich euch bey beßrer Musse alles Stük vor Stük auflösen, was euch izt unbegreiflich ist: bis dahin seyd frohen Muthes, und denkt von allem das beste.

(Zu Ariel leise.)

Hieher, Geist; seze Caliban und seine Gesellschaft in Freyheit;
löse die Bezauberung auf—Wie befindet ihr euch, mein Gnädigster
Herr? Es mangeln noch ein Paar alte närrische Kerls von euerm
Gefolge, die ihr vergessen habt.

Sechste Scene.
(Ariel treibt Caliban, Stephano und Trinculo in ihren gestohlnen
Kleidern vor sich her.)

Stephano.
Jedermann sorge nur für andre Leute, und niemand bekümmre sich um
sich selbst; denn es ist alles nur Zufall und blindes Glük;
Courasche, du dikwanstiges Ungeheuer, Courasche!

Trinculo. Wenn die Spionen, die ich in meinen Augen habe, die Wahrheit sagen, so ist das ein hübscher Anblik.

Caliban.
O Setebos, das sind brave Geister, in der That! Wie fein mein
Meister ist! Aber ich fürchte, er wird mich züchtigen.

Sebastian.
Ha, ha; was für Dinge sind das, Antonio? Kan man die um Geld haben?