Antonio. Ich denk' es; einer davon ist ein Fisch wie sich's gehört, und vermuthlich feil.
Prospero. Beobachtet nur die Physionomie dieser Bursche, meine Herren, und sagt dann, ob sie nicht die Wahrheit redt? Dieses mißgeschaffnen Schurken seine Mutter war eine Hexe, und eine so mächtige, daß sie den Mond beherrschen, Ebbe und Fluth erregen, und ihre Befehle über die Grenzen ihrer Macht ausdehnen konnte. Diese drey haben mich beraubt; und dieser Halb-Teufel, (denn er ist ein Bastard von einem Teufel,) machte mit ihnen einen Anschlag wider mein Leben; zween von diesen Gesellen werdet ihr für die eurige erkennen; was dieses Geschöpf der Finsterniß betrift, so muß ich bekennen, daß es mir zugehört.
Caliban.
Ich werde zu Tode gezwikt werden.
Alonso.
Ist das nicht Stephano, mein besoffner Kellermeister?
Sebastian.
Er ist würklich besoffen; woher kriegte er Wein?
Alonso.
Und Trinculo ist so voll daß er wakelt; wo können sie dieses grosse
Elixir gefunden haben, das sie übergüldet* hat? Wie kamst du in
diesen Pökel?
{ed.-* Eine Anspielung auf das (Elixirium magnum), oder trinkbare Gold der Alchymisten. Warbürton.}
Trinculo. Sire, ich bin immer in diesem Pökel gelegen, seitdem ich euch das leztemal sah, ich sorge, ich werd ihn nimmer wieder aus dem Leibe kriegen; ich darf nicht fürchten, daß mich die Fliegen beschmeissen.
Sebastian.
Wie geht's, Stephano?
Stephano.
Rührt mich nicht an, ich bin nicht mehr Stephano, ich bin lauter
Wunde.**