Demetrius.
Den Hunden gäb ich lieber seine Leiche.

Hermia.
Hinweg, du Hund! du treibst durch deine Streiche
Mich armes Weib zur Wut. Hast du ihn umgebracht:
Nie werde mehr für einen Mann geacht't.
Sprich einmal wahr, sprich mir zuliebe wahr!
Hättst du, wenn er gewacht, ihm wohl ein Haar
Gekrümmt? und hast ihn, weil er schlief, erschlagen?
O Kühnheit! eine Natter konnt es wagen.
Ja, eine Natter tat's; die ärgste sticht
Zweizüngiger als du, o Schlange, nicht.

Demetrius.
An einen Wahn verschwendst du deine Wut.
Ich bin nicht schuldig an Lysanders Blut;
Auch mag er wohl, soviel ich weiß, noch leben.

Hermia.
Und geht's ihm wohl? Kannst du mir Nachricht geben?

Demetrius.
Und könnt ich nun, was würde mir dafür?

Hermia.
Mich nie zu sehn, dies Vorrecht schenk ich dir.
Und so verlaß ich deine schnöde Nähe;
Tot sei er oder nicht, wenn ich nur dich nicht sehe.

(Ab.)

Demetrius.
Ihr folgen ist vergebliches Bemühn
In diesem Sturm; so will ich hier verziehn.
Noch höher wird des Grames Not gesteigert,
Seit sich sein Schuldner Schlaf zu zahlen weigert.
Vielleicht empfang ich einen Teil der Schuld,
Erwart ich hier den Abtrag in Geduld.

(Er legt sich nieder.)

Oberon.
Was tatest du? du hast dich ganz betrogen.
Ein treues Auge hat den Liebessaft gesogen;
Dein Fehlgriff hat den treuen Bund gestört
Und nicht den Unbestand zur Treu bekehrt.