Schnauz.
Beym Velten, das wird Kopf-Verbrechens brauchen!
Schluker. Ich denke, wir müssen eben das Umbringen auslassen, wenn alles andre vorbey ist.
Zettel. Nichts, nichts! ich habe einen Einfall der alles gut machen wird: Schreibet mir einen Prologus, und laßt ihn sagen, daß wir mit unsern Schwerdtern kein Unglük anstellen werden, und daß Pyramus nicht würklich umgebracht wird; und zu desto grösserer Sicherheit laßt ihn sagen, daß ich Pyramus nicht Pyramus bin, sondern Claus Zettel der Weber; das wird ihnen schon die Furcht benehmen.
Squenz. Gut, wir wollen einen solchen Prologus haben, und er soll in acht und sechsen* geschrieben seyn.
{ed.-* In einem Sonnet, welches wie bekannt, nur vierzehn Zeilen haben darf.}
Zettel.
Nein, machet zwey mehr; schreibt es in acht und achten.
Schnauz.
Werden die Damen nicht auch über den Löwen erschreken?
Schluker.
Ich fürcht' es, das versprach' ich euch.
Zettel. Ihr Herren, bedenket vorher was ihr thun wollt; einen Löwen, Gott bewahr uns! unter Damen zu bringen, ist eine fürchterliche Sache; denn es ist kein schlimmerer Waldvogel als euer Löwe, wenn er lebendig ist; wir können zusehen.
Schnauz.
Es muß also ein andrer Prologus sagen, daß er kein Löwe ist.