Lysander.
Geh', pake dich, du Zwerg,
Du Minimus, aus Besem-Kraut gemacht;
Du Eichel, du, du Paternoster-Kralle.

Demetrius.
Ihr seid allzudienstfertig, Herr Lysander,
Für eine die sich eurer Dienste weigert.
Laß sie allein, sprich nicht von Helena,
Und laß sie unbeschüzt; denn wenn du dich
Noch einmal untersteh'st von deiner Liebe
So wenig als es sey, ihr anzutragen,
So sollt du es bereun.

Lysander.
Izt hält sie mich nicht mehr;
Nun folge, wenn du darfst, es wird sich zeigen,
Ob dein Recht, oder mein's an Helena
Das Stärk're ist.

Demetrius.
Dir folgen? Nein, ich will dich Stirn' an Stirne
Begleiten—Komm!

(Lysander und Demetrius gehen ab.)

Hermia.
Ihr, Frauenzimmer, aller dieser Lerm
Ist eure Schuld—Nein, geh' nicht fort!—

Helena.
Ich traue dir nicht, ich, noch werd' ich länger
In deiner zänkischen Gesellschaft bleiben.
Zum Rauffen hast du schnellere Händ' als ich,
Doch zum Entlauffen hab' ich längere Beine.

(Sie gehen ab. Hermia verfolgt Helena.)

Achter Auftritt.
(Oberon und Puk.)

Oberon.
Diß ist dein Fehler; stets versieh'st du was;
Doch bist du Schelms genug, vielleicht es gar
Mit Fleiß gethan zu haben—