Alle.
Wir wollen, wir wollen.

(Sie gehen ab.)

Laertes. Ich danke euch; bewachet die Thüre. O du schändlicher König, schaffe mir meinen Vater her.

Königin.
Ruhiger, guter Laertes.

Laertes. Der Tropfe Bluts, der ruhig in mir ist, ruft mich zum Bastart aus; nennt meinen Vater einen Hahnreyh; und brennt die Hure hier, hier mitten zwischen die keusche und unbeflekte Augbraunen meiner ehrlichen Mutter.

König. Was ist die Ursache, Laertes, daß deine Empörung sich dieses Riesenmässige Ansehen giebt? Laßt ihn gehen, Gertrude; besorget nichts für eure Person; es ist etwas so Göttliches um einen König hergezäunt, daß Verrätherey zu dem was sie gerne wollte, durch die Vergitterung nur hineinguken kan; ohne die Kraft zu haben ihren Willen ins Werk zu sezen. Sagt mir, Laertes, warum seyd ihr so aufgebracht? Laßt ihn gehen, Gertrude—Redet, Mann!

Laertes.
Wo ist mein Vater?

König.
Todt ist er.

Königin.
Aber nicht durch seine Schuld.

König.
Laßt ihn fragen, bis er genug hat.