(Man hört ein Getöse hinter der Scene.)

Königin.
Himmel, was für ein Getöse ist das?

Sechste Scene.
(Ein Hof-Bedienter zu den Vorigen.)

König. Wo sind meine Schweizer? Laßt sie die Thüre bewachen—Was willst du?

Hofbedienter Rettet euch, Gnädigster Herr. Der über seine Ufer schwellende Ocean frißt nicht mit reissenderm Ungestüm die Furten und Sandbänke weg, als der junge Laertes, an der Spize eines aufrührischen Hauffens eure Wachen zu Boden wirft; das Lumpenvolk nennt ihn Lord, und nicht anders als ob die Welt erst izt anfienge, und Geseze, Gebrauch und alles was die Bande der Gesellschaft befestiget, auf einmal vergessen wären, ruffen sie: Machen wir den Laertes zu unserm König! Kappen, Hände und Zungen geben ihren Beyfall bis in die Wolken; alles schreyt: "Laertes soll unser König seyn, Laertes König."

Königin. (Man hört das Getümmel näher)
Wie sie schreyen! Mit welcher Wuth von Freude! O, das sind nur
Rechen-Pfenninge, ihr falschen Dänischen Hunde—
(Laertes tritt auf, mit einer Partey vor der Thüre.)

König.
Die Thüren sind erbrochen.

Laertes.
Wo ist dieser König?—Ihr Herren! Bleibt ihr alle draussen stehen.

Alle.
Nein, wir wollen auch hinein.

Laertes.
Ich bitte euch, laßt mich gewähren.