König.
Wie nennt sich das Stük?

Hamlet. Die (Maus-Falle;)—In der That, in einem figürlichen Verstande, vermuthlich—Das Stük ist die Vorstellung eines Mords der in Wien begegnet ist; Gonzago ist des Herzogs Name, seine Gemahlin heißt Baptista; ihr werdet gleich sehen, daß es ein schelmisches Stük Arbeit ist; aber was thut das uns? Eure Majestät und andre, die ein gutes Gewissen haben, geht es nichts an; der mag sich krazen, den es jukt; wir haben eine glatte Haut. (Lucianus tritt auf.)

Das ist einer, Namens Lucianus, ein Neffe des Herzogs.

Ophelia.
Man kan den Chor mit euch ersparen, Gnädiger Herr.

Hamlet.**
—Nun, fang einmal an, Mörder. Hör auf, deine verteufelte
Gesichter zu schneiden, und fang an. Komm, der krächzende Rabe
schreyt um Rache.

{ed.-** Hier hat man zwey Scherz-Reden Hamlets weglassen müssen, wovon die erste dem Übersezer unverständlich, und die andre eine zweydeutige Zote ist.}

Lucianus Schwarze Gedanken; willige Hände; schnellwürkendes Gift, und gelegne Zeit—Alles stimmt zusammen, und kein Mensch ist da, der mich sehen könnte. Ergiesse, du fatale Mixtur, aus mitternächtlichen Kräutern gezogen, und dreyfach mit Hecates Zauber- Fluch geschwängert, ergiesse deine verderbliche Natur und magische Eigenschaft, und mach' einem mir verhaßten Leben ein plözliches Ende!

(Er gießt dem schlaffenden Herzog das Gift in die Ohren.)

Hamlet

(zum Könige.)