Rosenkranz.
Wie kan das seyn, da ihr das Königliche Wort für eure Thronfolge in
Dännemark habt?
Hamlet. Schon gut, aber, (weil das Gras wächßt)—Das Sprüchwort ist ein wenig schmuzig. (Einer mit einer Flöte tritt auf.) O, die Flöten; laßt mich eine sehen—Wir gehen mit einander, mein Herr—Wie, warum geht ihr so um mich herum, mir den Wind abzugewinnen, als ob ihr mich in ein Garn treiben wolltet?
Güldenstern. O mein Gnädiger Prinz, wenn mich meine Pflicht zu kühn macht, so zwingt mich meine Liebe so gar unhöflich zu seyn.
Hamlet. Das versteh' ich nicht allzuwol. Wollt ihr auf dieser Flöte spielen?
Güldenstern.
Ich kan nicht, Gnädiger Herr.
Hamlet.
Ich bitte euch.
Güldenstern.
Glaubt mir, auf mein Wort, ich kan nicht.
Hamlet.
Ich bitte recht sehr.
Güldenstern.
Ich kenne keinen Griff, Gnädiger Herr.
Hamlet. Es ist eine so leichte Sache als Lügen; regiert die Windlöcher mit euern Fingern und dem Daumen, blaßt mit euerm Mund darein, und es wird die beredteste Musik von der Welt von sich geben. Seht ihr, hier sind die Griff-Löcher.