Herzogin.
Dein Leben!

Fünfte Scene
(Ein Bedienter kommt mit Stiefeln herein.)

York.
Gieb mir die Stiefel her; ich will zum Könige.

Herzogin.
Schlag ihn zu Boden, Aumerle—(Armer Junge, du bist betäubt.) Weg,
Schurke, und komm mir nicht mehr vor die Augen.

(Zum Bedienten.)

York.
Meine Stiefel!

Herzogin. Wie, York, was willt du thun? Du willt den Tod deines eignen Kinds befördern? Haben wir noch mehr Söhne? Oder können wir noch mehr bekommen? Willt du meinen einzigen Sohn in meinem Alter von mir reissen, und mich des glükseligen Namens einer Mutter berauben? Ist er nicht dein eigen?

York. Du zärtliche Thörin! Wolltest du diese schwarze Zusammenverschwörung verheeren? Ihrer Zwölfe haben das Sacrament empfangen, und sich die Hände darauf gegeben, den König zu Oxford zu ermorden.

Herzogin.
Das soll er nicht; wir wollen ihn hier behalten.

York. Weg, närrisches Weib. Wär' er zwanzigmal mein Sohn, so wollt' ich ihn angeben.