Elisabeth.
Schmeichle mein Leid mit dem Bericht davon.
Sag, welchen Glückstand, welche Würd' und Ehre
Kannst du auf eins von meinen Kindern bringen?
Richard.
Was ich nur habe; ja, mich selbst und alles
Will ich an deiner Kinder eins verschenken,
So du im Lethe deines zorn'gen Muts
Die trüb' Erinnrung dessen willst ertränken,
Was, wie du meinst, ich dir zu nah getan.
Elisabeth.
Sei kurz, der Antrag deiner Freundschaft möchte
Sonst länger dauern als die Freundschaft
selbst.
Richard.
So wiss', von Herzen lieb ich deine Tochter.
Elisabeth.
Im Herzen denkt es meiner Mutter Tochter.
Richard.
Was denket Ihr?
Elisabeth.
Daß du vom Herzen meine Tochter liebst.
So liebtest du vom Herzen ihre Brüder,
Und ich, vom Herzen, danke dir dafür.
Richard.
Verwirret meine Meinung nicht so rasch.
Ich meine, herzlich lieb ich deine Tochter
Und mache sie zur Königin von England.
Elisabeth.
Wohl, doch wer meinst du, soll ihr König sein?
Richard.
Nun, der zur Königin sie macht. Wer sonst?