Elisabeth.
Nein, weil ihr Leben üble Freunde hatte.

Richard.
Nicht umzukehren ist des Schicksals Spruch.

Elisabeth.
Ja, wenn verkehrter Sinn das Schicksal macht.
Den Kindern war ein schönrer Tod beschieden,
Hättst du ein schönres Leben dir erkoren.

Richard.
Ihr sprecht, als hätt' ich meine Vetter umgebracht.

Elisabeth.
Wohl umgebracht! Du brachtest sie um alles:
Um Freude, Reich, Verwandte, Freiheit, Leben.
Wes Hand die zarten Herzen auch durchbohrt,
Dein Kopf, mit krummen Wegen, gab die Richtung;
Stumpf war gewiß das mörderische Messer,
Bis es, gewetzt an deinem harten Herzen,
In meiner Lämmer Eingeweiden wühlte.
Den wilden Gram macht die Gewohnheit zahm,
Sonst nennte meine Zunge deinen Ohren
Nicht meine Knaben eh', als meine Nägel
In deinen Augen schon geankert hätten,
Und ich, in so heilloser Todesbucht,
Gleichwie ein Boot, beraubt der Tau' und Segel,
Zerscheitert wär' an deiner Felsenbrust.

Richard.
So glück' es mir bei meinem Unternehmen
Und blut'gen Kriegs gefährlichem Erfolg,
Als ich mehr Guts gedenk Euch und den Euren,
Als ich je Leids Euch und den Euren tat.

Elisabeth.
Welch Gut, bedeckt vom Angesicht des Himmels,
Ist zu entdecken, das mir Gutes schaffte?

Richard.
Erhebung Eurer Kinder, werte Frau.

Elisabeth.
Zum Blutgerüst, ihr Haupt da zu verlieren.

Richard.
Nein, zu der Höh' und Würdigkeit des Glücks,
Dem hehren Vorbild ird'scher Herrlichkeit.