(Will gehen.)
Richard.
Bleibt, gnäd'ge Frau: ich muß ein Wort Euch sagen.
Elisabeth.
Nicht mehr der Söhn' aus königlichem Blut
Für dich zum Morden, Richard, hab ich ja.
Und meine Töchter, nun, die sollen beten
Als Nonnen, nicht als Königinnen weinen:
Und also steh nach ihrem Leben nicht.
Richard.
Ein' Eurer Töchter heißt Elisabeth,
Ist tugendsam und schön, fürstlich und fromm.
Elisabeth.
Und bringt ihr das den Tod? O laß sie leben,
Und ihre Sitten will ich selbst verderben,
Beflecken ihre Schönheit, mich verleumden,
Als wär' ich treulos Eduards Bett gewesen,
Der Schande Schleier werfen über sie:
So sie den blut'gen Streichen nur entrinnt,
Bekenn ich gern, sie sei nicht Eduards Kind.
Richard.
Ehrt ihre Abkunft, sie ist königlich.
Elisabeth.
Ich leugn' es ab, das Leben ihr zu sichern.
Richard.
Ihr Leben sichert die Geburt zumeist.
Elisabeth.
Dadurch gesichert starben ihre Brüder.
Richard.
Weil gute Sterne der Geburt gemangelt.