Gloster.
Verließ nicht Clarence seinen Vater Warwick,
Ja, und brach seinen Eid—vergeb' ihm Jesus!–-

Margaretha.
Bestraf' ihn Gott!

Gloster.
Um neben Eduard für den Thron zu fechten?
Zum Lohn sperrt man den armen Prinzen ein.
Wär' doch mein Herz steinhart wie Eduard seins,
Wo nicht, seins weich und mitleidsvoll wie meins!
Ich bin zu kindisch töricht für die Welt.

Margaretha.
So fahr zur Hölle und verlaß die Welt,
Du Kakodämon! Dort ist ja dein Reich.

Rivers.
Mylord von Gloster, in der heißen Zeit,
Woran Ihr mahnt, der Feindschaft uns zu zeihn,
Da hielten wir an unserm Herrn und König,
Wie wir an Euch es täten, wenn Ihr's würdet.

Gloster.
Wenn ich es würde? Lieber ein Hausierer!
Fern meinem Herzen sei's, es nur zu denken.

Elisabeth.
So wenig Freude, Mylord, als Ihr denkt,
Daß Ihr genößt als dieses Landes König:
So wenig Freude mögt Ihr denken auch,
Daß ich genieß als dessen Königin.

Margaretha.
Ja, wenig Freud' hat dessen Königin:
Ich bin es, und bin gänzlich freudenlos.
Ich kann nicht länger mich geduldig halten.—

(Sie tritt vor.)

Hört mich, Piraten, die ihr hadernd zankt,
Indem ihr teilt, was ihr geraubt von mir!
Wer von euch zittert nicht, der auf mich schaut?
Beugt euch der Königin als Untertanen,
Sonst bebt vor der Entsetzten als Rebellen.—
Ha, lieber Schurke! wende dich nicht weg!