DritterBürger.
Gott grüß' euch, Nachbarn!

ErsterBürger.
Geb' Euch guten Tag!

DritterBürger.
Bestätigt sich des guten Königs Tod?

ZweiterBürger.
Ja, ‘s ist nur allzuwahr: Gott steh' uns bei!

DritterBürger.
Dann, Leut', erwartet eine stürm'sche Welt.

ErsterBürger.
Nein, nein! Sein Sohn herrscht nun durch Gottes Gnaden.

DritterBürger.
Weh' einem Lande, das ein Kind regiert!

ZweiterBürger.
Bei ihm ist Hoffnung auf das Regiment,
Daß in der Minderjährigkeit sein Rat,
Und, wann er reif an Jahren ist, er selbst,
Dann und bis dahin gut regieren werden.

ErsterBürger.
So stund der Staat auch, als der sechste Heinrich,
Neun Monat alt, gekrönt ward in Paris.

DritterBürger.
Stund der Staat so? Nein, nein! Gott weiß, ihr Freunde!
Denn dieses Land war damals hoch begabt
Mit würd'ger Staatskunst; und der König hatte
Oheime voll Verdienst zur Vormundschaft.