ErsterBürger.
Die hat er auch vom Vater wie der Mutter.
DritterBürger.
Viel besser war s, sie waren bloß vom Vater,
Oder es wär' vom Vater ihrer keiner.
Denn Eifersucht, der Nächste nun zu sein,
Tritt uns gesamt zu nah, wenn's Gott nicht wendet.
Oh! sehr gefährlich ist der Herzog Gloster,
Der Kön'gin Söhn' und Brüder frech und stolz;
Und würden sie beherrscht und herrschten nicht,
Dies kranke Land gediehe noch wie sonst.
ErsterBürger.
Geht, geht! wir zagen: alles wird noch gut.
DritterBürger.
Wann Wolken ziehn, nimmt man den Mantel um,
Wann Blätter fallen, ist der Winter nah;
Wer harrt der Nacht nicht, wann die Sonne sinkt?
Unzeit'ge Stürme künden Teurung an.
Noch kann es gut gehn: doch, wenn's Gott so lenkt,
Ist's mehr als ich erwart und wir verdienen.
ZweiterBürger.
Wahrlich, der Menschen Herzen sind voll Furcht,
Ihr könnt nicht reden fast mit einem Mann,
Der nicht bedenklich aussieht und voll
Schrecken.
DritterBürger.
So ist es immer vor des Wechsels Tagen.
Auf höhern Antrieb mißtraun die Gemüter
Der kommenden Gefahr; so sehn wir ja
Die Wasser schwellen vor dem wüsten Sturm.
Doch lassen wir das Gotte. Wohin geht's?
ZweiterBürger.
Die Richter haben beid' uns rufen lassen.
DritterBürger.
Mich auch; so will ich euch Gesellschaft leisten.
(Alle ab.)