Juweelen-Händler.
Wie, Milord? Ist es mißfällig?

Timon. Es ist mir bis zum Ekel angepriesen worden. Wenn ich es bezahlen sollte, wie es geschäzt wird, so müßte ich mich zu Grunde richten.

Juweelen-Händler. Gnädiger Herr, es ist so geschäzt wie diejenige, die es verkauffen, es gerne gäben; ihr wißt aber wol, daß Dinge von gleichem Werth, wenn sie ungleiche Eigenthümer haben, nach ihren Besizern geschäzt werden; glaubt mir, Gnädiger Herr, das Juweel würde einen noch grössern Werth erhalten, wenn ihr es trüget.

Timon.
Ihr scherzet mit mir, mein guter Mann.

Kauffmann.
Nein, Gnädiger Herr, er redt nur die gemeine Sprache, die alle
Leute mit ihm reden.

Timon.
Seht, wer hier kommt—Wollt ihr ausgescholten seyn?

Dritte Scene.
(Apemanthus)* (zu den Vorigen.)

{ed.-* Sehet diesen Character eines Cynikers, sehr fein vom Lucian in seinem Ausruf der Philosophen gezeichnet, und wie gut Shakespear ihn copirt hat. Warbürton.}

Juweelen-Händler.
Wir wollen's mit Euer Gnaden theilen.

Kauffmann.
Er wird keinen verschonen.