Große Sorgfalt ist auf die Isolation zu verwenden, da die Außenseiten der Elemente auch bei guter Bedienung nicht ganz trocken bleiben. Die einzelnen Zellen sind gegeneinander und gegen das Gestell und dieses gegen die Erde durch nichthygroskopische Unterlagen zu isolieren. Bei größerer Batteriespannung kann man Ölisolatoren verwenden, deren oberer Teil größer ist als der untere, so daß etwa herabfließende Säure über den oberen (überhängenden) Teil hinwegtropft, der untere Teil des Isolators also trocken bleibt.
Die im Akkumulatorenraume verlegten Drähte müssen mit säurefester Farbe angestrichen werden. —
Als Zellen benutzt man Gefäße aus Glas, Zelluloid, Hartgummi und Holz. Glas isoliert gut, ist billig und ermöglicht eine genaue Besichtigung des Inneren des Elementes. Für transportable Akkumulatoren verwendet man Hartgummi oder Zelluloid und versieht die Zellen mit einem Deckel; noch vorhandene Fugen werden mit einem säurefesten und elastischen Kitt verstrichen. Zelluloid soll bei Akkumulatorenbatterien für mehr als 16 Volt Spannung als Material für Gefäße nicht verwendet werden.
Zelluloid ist zwar leicht entzündbar, da aber die Wände von innen durch die Säure gekühlt werden, so wird es nicht leicht vorkommen, daß das Zelluloid bis zur Entzündungstemperatur erhitzt wird. Es hat die Vorzüge, daß es gegen Stöße unempfindlich ist, leicht verarbeitet werden kann und durchsichtig ist; ferner können Gefäße aus diesem Stoffe repariert werden.
Für große Elemente benutzt man Holzkasten, die mit Bleiblech im Innern verkleidet werden. Natürlich dürfen die Platten diese Verkleidung nicht berühren.
Fig. 21.
Einbau. Die Platten werden bei stationären Elementen meistens mittels zweier Fahnen oder Nasen auf dem oberen Rande des Gefäßes aufgehängt (s. [Fig. 21]), damit sie sich frei ausdehnen können. Die Oberflächen der einzelnen Platten müssen genau parallel laufen, und der Abstand zwischen zwei benachbarten Platten soll in der ganzen Zelle derselbe sein. Hängt nämlich eine Platte schief, so werden die Stellen, die den kleinsten Abstand haben, am stärksten beansprucht, so daß Krümmungen eintreten können; diese können wiederum Abbröckeln der aktiven Masse und Kurzschluß herbeiführen. Hat ferner eine positive Platte von den beiden benachbarten Elektroden ungleichen Abstand, so werden ihre beiden Seiten nicht gleichmäßig ausgenutzt, ebenso nicht die der betreffenden positiven Platte zugewendeten Seiten der negativen Elektroden. Parallelität und gleiche Abstände erreicht man am einfachsten dadurch, daß man zwischen je zwei Platten eine genügende Anzahl von Glasstäben schiebt, die alle denselben Durchmesser haben, und durch elastische Bleistreifen oder Gummipuffer einen seitlichen Druck gegen die Platten ausüben läßt (s. [Fig. 21]).
Zwischen der unteren Plattenkante und dem Boden des Gefäßes muß sich ein größerer Zwischenraum befinden, in dem sich herabfallende aktive Masse sammeln kann (Vermeidung eines inneren Kurzschlusses).
Fig. 22.