7.
Der „Libertaire“ sprengt die Königsbastion.
Die Frage allein enthält die unzweideutige Antwort.
Philippe hat in seinem Fleisch den Vater ermordet. Ein junger sensibler Knabe hält es in der politischen Lügenatmosphäre des Vaters nicht aus, will in Neuland fliehen, und, da der Ozean ihn zurückweist, wirft er sich aus Opposition dem Feind in die Arme. Denn der „Libertaire“ ist der Feind seiner Rasse.
8.
Daudet, statt vor dem mächtigeren Feind: dem Tod zu kapitulieren, reißt das Grab seines Kindes auf und zeiht die Anarchisten mörderischen Anschlags. Die Justiz wird in Bewegung gesetzt. Die Söldner Poincarés und Daudets finden absolut nichts in den Gewissen und Gesten der Anarchisten. Umsonst schreien die Camelots du roi, drohen, rasen.
9.
Als Antwort druckt der „Libertaire“ neun Gedichte in Prosa des jungen Philippe, der sich als genialer Weltsucher offenbart. Ein Kind von fünfzehn Jahren nahm sein Schicksal in die Hand und floh aus seiner Familie. Nur dies! Es brauchten nicht einmal die Daudets zu sein. Unwillkürlich denkt man an das andere Dichterkind Rimbaud, das seine Lebensqual nach Belgien trug, nach Afrika, in eine Wildnis, abseits von Mensch und Literatur. Diese mit Gottheit Geladenen explodieren irgend einmal. Den bourbonischen Vater überspringend fand der unglückselige Enkel zu Alphonse Daudet zurück, dem gütigen Großvater der „Petit Chose“ und „Tartarin“ ...
10.
Philippes Tod bleibt dennoch ein Geheimnis für alle. Später beschuldigt der Vater die Pariser Polizei, den Mord angezettelt zu haben. Monate, Jahre lang wird hin- und hergeredet. Diese Morde sind ein schlimmes Zeichen für ein Regime! Die phrygische Mütze der Republik schleift im Kot. Die Wahrheit kennt niemand ...