Dass ich von Mannesminne nie gewinnen möge Not.”
“Verred’ es nicht so völlig,” die Mutter sprach da so,
“Sollst du je auf Erden von Herzen werden froh,
Das geschieht von Mannesminne; du wirst ein schönes Weib,
Will Gott dir noch vergönnen eines guten Ritters Leib.”[2]
“Die Rede lasst bleiben, vielliebe Mutter mein.
Es hat an manchen Weiben[3] gelehrt der Augenschein,
Wie Liebe mit Leide am Ende gerne lohnt;
Ich will sie meiden beide, so bleib’ ich sicher verschont.”
Kriemhild in ihrem Mute hielt sich von Minne frei.