Schwarz. Nun, das war wohl gesprochen.
Moor. Diese Erde so herrlich.
Grimm. Recht—recht—so hör’ ich’s gerne.
Moor (zurückgesunken). Und ich so hässlich auf dieser schönen Welt—und ich ein Ungeheuer auf dieser herrlichen Erde.
Grimm. O weh! o weh!
Moor. Meine Unschuld! Meine Unschuld! —Seht, es ist alles hinausgegangen, sich im friedlichen Strahl des Frühlings zu sonnen—warum ich allein die Hölle saugen aus den Freuden des Himmels? —Dass alles so glücklich ist, durch den Geist des Friedens alles so verschwistert! —Die ganze Welt Eine Familie, und Ein Vater dort oben—Mein Vater nicht—Ich allein der Verstossene, ich allein ausgemustert aus den Reihen der Reinen—mir nicht der süsse Name Kind—nimmer mir der Geliebten schmachtender Blick—nimmer, nimmer des Busenfreunds Umarmung! (Wild zurückfahrend) Umlagert von Mördern—von Nattern umzischt—angeschmiedet an das Laster mit eisernen Banden—hinausschwindelnd ins Grab des Verderbens auf des Lasters schwankendem Rohr—mitten in den Blumen der glücklichen Welt ein heulender Abbadona!
Schwarz (zu den übrigen). Unbegreiflich! Ich habe ihn nie so gesehen.
Grimm (zu den andern). Nur Geduld! Der Paroxysmus ist schon im Fallen.
Moor. Es war eine Zeit, wo sie mir so gern flössen—o ihr Tage des Friedens! Du Schloss meines Vaters—ihr grünen schwärmerischen Täler! O all ihr Elysiumszenen meiner Kindheit! —Werdet ihr nimmer zurückkehren—nimmer mit köstlichem Säuseln meinen brennenden Busen kühlen? —Dahin! dahin! unwiederbringlich!
[1.] Count Karl Moor, having been cast off by his father, through the machinations of his villainous younger brother Franz, has declared war on society and become captain of a band of robbers. But he is no selfish criminal, and his better nature often asserts itself, as in this scene.