Mit den Toten
Hab’ ich mich niemals gern befangen.
Am meisten lieb’ ich mir die vollen, frischen Wangen.
Für einen Leichnam bin ich nicht zu Haus;
Mir geht es, wie der Katze mit der Maus....
Von Sonn’ und Welten weiss ich nichts zu sagen,
Ich sehe nur, wie sich die Menschen plagen.
[6] Faust, Prolog im Himmel:
Staub soll er fressen, und mit Lust.
[7] Ibid.:
Es irrt der Mensch, so lang’ er strebt.
Ein guter Mensch in seinem dunkeln Drange
Ist sich des rechten Weges wohl bewusst.
[8] Faust, Part ii. Act v.:
Ja! diesem Sinne bin ich ganz ergeben.
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
[9] Ibid., Part i., Prolog im Himmel:
Des Menschen Thätigkeit kann allzu leicht erschlaffen,
Er liebt sich bald die unbedingte Ruh;
Drum geb’ ich gem ihm den Gesellen zu,
Der reizt und wirkt und muss als Teufel schaffen.
[10] Ibid.: