Das Werdende, das ewig wirkt und lebt,
Umfass’ euch mit der Liebe holden Schranken,
Und was in schwankender Erscheinung schwebt,
Befestiget mit dauernden Gedanken!

[11] Faust, Part i., Wald und Höhle:

Erhabner Geist, du gabst mir, gabst mir alles,
Warum ich bat. Du hast mir nicht umsonst
Dein Angesicht im Feuer zugewendet....
O, dass dem Menschen nichts Vollkommnes wird,
Empfind’ ich nun. Du gabst zu dieser Wonne,
Die mich den Göttern nah und näher bringt,
Mir den Gefährten, &c.

Also, ibid., Trüber Tag: Grosser herrlicher Geist, der du mir zu erscheinen würdigtest, der du mein Herz kennest und meine Seele, warum an den Schandgesellen mich Schmieden, der sich am Schaden weidet und am Verderben sich letzt?

[12] Faust, Part i., Studierzimmer, ii.:

Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, dass es zu Grunde geht;,
Drum besser wär’s, dass nichts entstünde....
Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war,
Ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar....
Was sich dem Nichts entgegenstellt,
Das Etwas, diese plumpe Welt,
So viel als ich schon unternommen,
Ich wusste nicht ihr beizukommen....
Wie viele hab’ ich schon begraben!
Und immer cirkuliert ein neues, frisches Blut.
So geht es fort, man möchte rasend werden!

[13] Faust, Part ii. Act i., Anmutige Gegend:

Kleiner Elfen Geistergrösse
Eilet, we sie helfen kann;
Ob er heilig, ob er böse,
Jammert sie der Unglücksmann.

[14] Faust, Part ii. Act i., Anmutige Gegend:

Alles kann der Edle leisten,
Der versteht und rasch ergreift.