Das Maß für Röcke und Westen muß auch eng genommen werden, obgleich nicht so eng, als für Hosen. Auch muß das Brustmaß den größten Teil des Schulterblattes einschließen. Für die Weste ist das ganze Brustmaß gewönlich 1 Zoll kleiner als für den Rock, und für den Ueberrock gebrauche man jeder Zeit 2 Zoll mehr als für den Unterrock.

Um die verschiedenen Winkel, welche in den 135 deg. enthalten sind, recht zu bekommen, nehme man einfach dia. [I]. oder irgend ein anderes, welches die Einteilung der 135 deg. zeugt, und mache die Lienien so lang, wie sie erforderlich sind, um ein Muster in voller Größe zu zeichnen.

Für Röcke und Westen kann man sich für alle Größen verlassen, ausgenommen für die Längen, und für die Weiten, des Unterleibes.

Obgleich die Weiten der Schultern besser mit diesen Maßstaben ermittelt werden können, als mit irgend einem andern Maße, oder mit irgend einer andern Berechnung, so will ich dennoch hier erwähnen, daß alle Größen von 23 bis 44 mit dem Verhältniße deß Maßstabes erzielt werden können; aber wenn man über 44 Brustweite hinauf kommt, so sollte man an dem Armloche und derjenigen Linie, welche mit 60 deg. bezeichnet ist, 1-16 für jede höhere Nummer abrechen, so daß ein 50 Brustmaß nicht über 8¾ an dieser Stelle erhält, und der Rücken sollte nicht über 6⅞ Weite haben am punkte 8, oder an dem Centrum des Aermels. Auch sollte die Tiefe des Armlochs in demselben Verhältniße erhöht werden. Während das vordere Armloch an der Lienie von 45 deg. bleibt, wird dann der vordere Aermelzwick vielleicht ¼ bis ⅜ höher gestellt. Wenn dieses beobachtet wird, so wird die Schulter niemals zu breit werden für die größeren Nummern.

Die Schultern wachsen niemals in ihrer Breite zu dem Verhältniß der größern Brustweiten.

Man wird niemals verfehlen den Aermel in das Armloch zu passen wenn man dia. [II.] [VII.] und [X.] beobachtet. Dia. [VII.] zeichnet ein kleines Armloch welches sehr gestreckt werden muß, während dia. [II.] ein größeres Armloch giebt, aber mit demselben Aermel und daher nicht so viel gestreckt werden braucht.

Das Armloch und der Aermel von dia. [X.] sind vollkommen groß genug für einen Ueberzieher. Für das Einnähen des Aermels, beobachte man genau die Einzwickungen des Armlochs und des Aermels an dia. [II.]

Dia. [III.] [VII.] [VIII.] [VIII.-a] [X.] [X.a] sind die ersteren Platten welche ich habe machen lassen, während [II.] [II.-a.] [II.-B.] [VIII.-B.] die letzten Producte meiner Arbeit sind, und die Armlöcher und die Einzwickungen sind eine Verbesserung. Ich schäme mich nicht zu sagen, das ich heute mehr weiß, als vor einem Jahre, und ich hoffe, daß ich heute über ein Jahr mehr weiß als heute.

In Bezug auf Hosen, sei hier gesagt, daß die Einteilungen der verschiedenen Zeichnungen vollkommen genügen, um dem Anfänger sogleich einen bessern Ueberblick über die ganze Hose zu geben, als er es irgend wo finden kann. Nur dieses will ich hier noch bemerken: Der Schritt für die “Bekleidende Seite” ist groß genug mit 4 Nummern, für die hälfte der Hose, doch mögen 4¼ gebraucht werden, und was man an der vorderhose abbricht, erlaubt man an der Hinterhose.

Die sogenannte Abstechung der Hinterhose ist niemals zu verändern, sondern sollte genau nach den Zeichnungen gemacht werden. Jedenfalls sollte niemals etwas hinten erlaubt werden für größere Unterleibsweite, sondern alles was der Bund mehr verlangt, muß an der Seite und vorn erlaubt werden. Wird der obere Teil der Hinterhose, am hintern Ende weiter geschnitten, so wird das Resultat dasselbe sein als wenn man den Schritt kleiner schneidet. Es wäre dasselbe als wenn man Tuch am vordern Armloche erlaubte, denn je mehr man erlaubt, desto kleiner wird das Loch. Für eine enge Taillie kann man noch ¾ Zoll am obern Teile der Hinterhose abnehmen, aber für eine größere Weite ist das Gegenteil nicht anzuwenden.