[18] «Hier hatten Belgier auf deutsche Soldaten geschossen, und gingen wir sofort daran den Güterbahnhof zu plündern. Einige Kisten: Eier, Hemden, und alles was zum essen war wurde aus den Kisten herausgeschlagen ... Der eiserne Geldschrank wurde eingeschlagen und das Gold unter die Leute geteilt, Werthpapiere wurden zerrissen.»
[19] «23. 8. 1914. Der Feind hat das Dorf Bièvre besetzt und den Waldrand dahinter. Die 3. Kompagnie ging in 1. Linie vor. Wir stürmten das Dorf, plünderten und brannten fast sämtliche Häuser nieder.»
[20] «24. 8. 1914. Haybes. Hier kamen wir in das erste Gefecht (Dorfgefecht). Das 2. Bataillon hinein in das Dorf, die Häuser untersucht, geplündert, und wo herausgeschossen wurde, abgebrannt.»
[21] «10. 8. 1914. Parie (sic) das erste Dorf verbrannt, dann gings los: 1 Dorf nach dem andern in Flammen; über Feld und Acker mit Rad his wir an Strassengraben kamen, wo wir dann Kirschen assen.»
[22] «5. 10. 1914. Ein Auto kommt ins Lazarett und bringt Kriegsbeute: 1 Klavier, 2 Nähmaschinen, viele Alben, und allerlei sonstige Sachen.»
[23] «Hier hatte gestern die 6. Kompagnie gehaust, nicht als Soldaten sondern als gemeine Diebe. Einbrecher und Räuber, die eine Unehre für unser Regiment und unser Heer sind. Schon vorher hatten unsre Truppen Champs halb zerstört.»
[24] «Schlimm sind die Pioniere; die Artillerie, eine Räuberbande.»
[25] «Leider muss ich ein Vorkommnis mitteilen, das nicht hätte stattfinden sollen und dürfen. Aber es gibt auch in unserm Heere entmensch[t]e Kerle, Schweinhunde, denen nichts heilig ist. Ein solcher hat in die mit dem Schlüssel verschlossene Sakristei, in der das Allerheiligste stand und in welcher ein Protestant aus Ehrfurcht vor demselben sich nicht schlafen legte, einen grossen Kaktus gesetzt. Wie kann es solche Menschen geben? In der vorigen Nacht hat ein mehr als 35jähriger Landwehrmann, verheiratet, die noch junge Tochter seines Quartierwirtes vergewaltigen wollen; dem Vater, der dazu kam setzte er das Bayonett auf die Brust.»
[26] «Einschlagen von Granaten in die Häuser. Abends Feldgesang: Nun danket alle Gott.»
[27] «Im Wald, eine sehr schöne Kuh nebst Kalb angeschossen gefunden: und wieder franz. Leichen schrecklich verstümmelt.»