Von vrīen liuten.

Wir zelen drīer hande vrīen. Der heiȥent eine [sempervrīen]: daȥ sint die vrīen herren, als fürsten unde die ander frīen ze man hānt. Sō heiȥent die andern [miter] vrīen: daȥ sint die, die der hōhen vrīen man sint. Die driten vrīen daȥ sint die vrīen lantsæȥen, die gebūren, die dā vrī sint. Der hāt ieglīcher sīn sunder reht, als wir her nāch wol bescheiden.

Von tiutscher liute ēren.

Die tiutschen kiesent den künic: daȥ erwarb in der künic Karl. Swenne er gewīhet wirt unt ūf den stuol ze Ache gesetzet wirt mit der willen, die in erwelt hānt, sō hāt er küniclīchen gewalt unde namen.—Den künic kiuset man ze rihter umbe eigen unde umbe lēhen unde über ieglīches menschen līp unde umbe alleȥ, daȥ vür in ze klagen kumet. Der keiser mac in allen landen niht gesīn, unde mac alleȥ ungerihte niht verrihten. Dā von līhet er den fürsten unde andern herren wereltlīch gerihte. An die vierten hant mac dehein gerihte nimmer komen mit rehte, dā man umbe menschenbluot rihten sol ode umbe alle vrevel.

[III]
HARTMAN VON OUWE.

He was born somewhere between 1160-1170, in the neighbourhood of Rottenburg in Swabia, and died about 1220.

The following extract is taken from Paul’s edition: Der Arme Heinrich, Halle, 1882.

Ein ritter sō gelēret was

daȥ er an den buochen las

swaȥ er dar an geschriben vant.