3 Wer sich zu dem Tisch will machen,
Der hab wohl acht auf sein' Sachen:
Wer unwuerdig hiezu geht,
Fuer das Leben den Tod empfaeht.
4. Du sollt Gott den Vater preisen,
Dass er dich so wohl wollt' speisen,
Und fuer deine Missethat
In den Tod fein'n Sohn geben hat.
5. Du sollt glauben und nicht wanken,
Dass ein' Speise sei den Kranken,
Den'n ihr Herz' von Suenden schwer
Und fuer Angst ist betruebet sehr.
6. Solch' gross' Gnad' und Barmherzigkeit
Sucht ein Herz in grosser Arbeit:
Ist dir wohl, so bleib' davon,
Dass du nicht kriegest boesen Lohn.
7. Er spricht selber: Kommt ihr Armen,
Lasst mich ueber euch erbarmen:
Kein Arzt ist dem Starken noth,
Sein' Kunst wird an ihm gar ein Spott.
8. Haett'st du dir was konnt erwerben,
Was durst' dann ich fuer dich sterben?
Dieser Tisch auch dir nicht gilt,
So du selber dir helfen willt.
9. Glaubst du das von Herzen Grunde
Und bekennest mit dem Munde,
So bist du recht wohl geschickt
Und die Speise dein' Seel' erquickt.
10. Die Frucht soll auch nicht ausbleiben:
Deinen Naechsten sollt du lieben,
Dass er dein geniessen kann,
Wie dein Gott hat an dir gethan.
XV. Gott sei gelobet und gebenedeiet.
May God be praised henceforth and blest forever.
Melody (from a more ancient German Hymn-tune), Wittenberg, 1525. Harmony by H. SCHEIN, 1627.