Darauff ist den konigissen rethten geantwortt dasz esz die chur vnd fursten dar aichten die konigliche mayestät alsz eyn vortrefflicher berumpter richer konig wurde esz in solchen erlichen cristlichen saichen wider desz romissen bisschoff prachticke vnd tiranni an eyner tapffern summa geldesz zur defension nicht mangeln lassen ob sich auch ire ch. vnd f. g. der gegenhulff halben nichtsz sonderlichesz erbiten tedten vnd aber nichtsz desto winger hetten sich ire ch. vnd f.g. vornemmen lassen siner koniglichen mayestät im fall der nottorfft do solchsz sine konigliche mayestät begeren worde eczliche thusent zu fuessz vnd etliche hundert zu rosz etc zu zu schicken wilchsz kriegszvolck ire ch. vnd f. g. anne tappern vnkosten nicht worden vorgadern vnd auff eynn monsterplacz bringen lassen mogen. Vnd domit sulchsz do dannen forder s. mayestät zugeschickt wurde vnd im fall dasz esz die konigliche mayestät darvor aichte dasz solchsz gegen der summa geldesz szo die konigliche mayestät erlegen solte nicht szo gancz glich ader reciprocum were szo hetten doch sine konigliche mayestät zu bedencken dasz esz siner koniglichen mayestät selbst zum besten gereichte allesz waisz ire konigliche mayestät den chur. vnd f. sampt iren vorwanten gucz erczaigkt dan der romisz bisschoff vbete sine prachtike nicht winger wider sine konigliche mayestät dan ire ch. vnd f. g. vnd ier ch. vnd f. g. mitvorwanten vnd do innen etwasz widerwertigsz wilchsz der almechtige wenden wolt begegen solte worde darnach s. konigliche mayestät solchsz auch zu gewarten haben etc. Desz mandacz halben ist innen die anczeige geschehen dasz sie desz puncksz zufrieden gewest vnd die ding koniglicher mayestät zu berichten auff sich genommen alsz ist deszmalsz nicht witter gehandelt vnd auff den 26 tag maij haben die konigliche mayestät die gesanten wiedervmb erfordern lassen vnd innen selbst angeczeigt desz[672] sie allenthalben vornommen wasz sich vor handelunge czuissen siner maiestät rethten vnd den gesanten zugetragen vnd wiewole sine maiestät gancz geneigk sich in buntnisse mit den churf. zu Saxsen vnd lantgrauen zu Hessen sampt iren relionszvorwanten ainzulassen szo vormirck doch ire konigliche maiestät dasz die vorgeschlagene condicion der gegenhulff nicht dergestaldt reciproce were wie sich ire konigliche mayestät vorsehen hetten vnd esz auch billich in confederacion sin solt dan seine konigliche mayestät begert eyn rumelich erlich vnd baidersicz trostlich vorstentnisse vnd confederacion myt iren chur vnd f. g. vnd iren relionsz vorwanten auffzurichten vnd diewil die gesanten keinen wittern oder fernern befelich hetten dan wie sie hie zuvor angeczeig[t] szo muste esz seine konigliche maiestät dasz malsz auch darbie wenden lassen vnd wusten witer darauff mit inen nicht zu handeln, sondern wolten inen hiemit genedicklich wiedervmb erlaubt haben. Auch wolte sine konigliche maiestät iren chur vnd f. g. schrifflich ire gemut anczaigen vnd do sie iren chur und f. g. sunsten fruntlichen willen erczaigen konte wolten ire konigliche mayestät alleczeit willig befonden werden wie sie sich auch in glichnisse herwider vorsehen theten. Alsz haben die gesanten irer koniglichen mayestät hinwider angeczaigk dasz sie sich von wegen irer g. vnd genedigen hern nicht vorsehen hetten seine konigliche mayestät worde sie nicht gancz vorgebelich abschaiden lassen wil ire mayestät wmb disse schickunge bei iren g. vnd genedigen hern ansuchung auch trostlich erbitunge gethan esz worden sich auch ire chur vnd f. g. vile winger solchsz abschaidsz vorsehen vnd were disse kegenhulff nicht szo geringe wie sie ire konigliche mayestät achten etc Aber wie denn szo musten sie esz darbie wenden lassen vnd wolten ire g. vnd genedige hern aller handelunge zum vnderthenigsten vnd truelichesten wilsz Got zu irer widerkumpfft berichten vnd worden sich demnach ire ch. vnd f. g. gegen seiner koniglichen mayestät irer nottorfft nach zu halten vnd zu vornemmen lassen wissen vnd nachdem vil reden gewest dasz die konigliche mayestät etczliche artikel der relion im parlament handeln lassen alsz nemmelich von dem hoichwurdigen sacrament desz liebesz vnd bludez unsersz hern Cristi item von der prister ehe haben die gesanten gebetten seine konigliche mayestät alsz die die warhait liebte wolte in dissen groswichtigen saichen alleyne die warhait fordern vnd hanthaben etc Darauff dan die konigliche mayestät in eyne hefftige disputacion desz artikelsz die pristerehe belangend mit den gesanten komen die seiner mayestät nottorfftigen bericht vnd anczaige gethan vnd darnach iren abschaidt von irer mayestät genommen etc. Vnd nachdem konigliche mayestät schrifften an hoichgemelte vnsere g. vnd g. hern vorfertiget vnd den gesanten durch hern Crummello zugesteldt haben sie gebetten sich zu berichten wesz doch konigliche mayestät maynunge sie der confederacion halben vnd wesz seine konigliche mayestät vor condicion ader gegenhulff oder reciprocum begerte darauff der here Crummellus angeczaigt dasz die konigliche mayestät eyne tapffere summa geldesz zu erlegen willig aber der gestalt dasz solche geldt bayden teilen alsz seyner kokoniglichen mayestät vnd vnsern g. vnd g. hern vnd iren relionszvorwanten zuglich zum besten kome vnd wilchsz tail eher angriffen ‹wurde› dasz daszselbige solche geldt zu gebrauchen haben solte etc. Vnd do iren ch. vnd f. g. sulchesz annemlich ‹wäre› woste eher[673] dasz die konigliche maiestät an eyner tapffern summa geldesz niederzulegen nicht erwinden lassen etc. Alsz haben die gesanten diewil sie dissesz artickelsz halben zu handeln ader zu schlissen keinen befelich gehaipt sich erbotten daszselbige iren chur. vnd f. g. zu irer widerkunfft mit gotlicher hulff vnderthenichlichen auch zu berichten vnd alszo irn abschaidt den leczten tag maij genommen anno vt supra.

Franciscus Burchart
vicecanczler
subscripsit.
Ludowicus de Baumbach
subscripsit.

Endd. ‘Relation Ludwigs von Baumbach vnd Mgr. Frantz Burghardi von wegen der sendung in Engellandt.’

II
ACCOUNT BY LUDWIG VON BAUMBACH OF HIS JOURNEY TO ENGLAND. DECEMBER, 1539 TO JANUARY, 1540[674].

Auff donstag nach trium regum byn ich myt gottesz holff zu London ankomen vnd mich bye dem Hern Crumello ansagen Lassen hat er mich auff den freitag morgen frue alszo balde gefordert vnd holen Lassen vnd mich allerleii gefraugk wie esz im thuczenlant stehe vnd ab ich nicht macht ader befelich habe dasz buntnisz myt ko. mayestät zu schlissen etc.

Dar auff ich geantwort ich habe eyn credencz an die ko. mayestät vnd eyne werbunge im geheym vnd vortruen syner mayestät anzusagen vnd derhalp dem h. crumello gebetten myr forderlich zu sin dasz ich auff dasz erst szo mogelich von siner mayestät gehort moge werden.

Dar auff der H. Crumellus geantwort er werde esz der ko. mayestät zu forderlichesten ken grunewicz zu wyssen thon vnd vorsehe sich ir mayestät werde mich zu forderlichesten horen diewil ir mayestät mich kennen.

Auff den sonnobent byn ich von Cristoffel mont beschick vnd bericht die ko. mayestät habe befolen ich solt auff den sonntag morgen frue zu ix vren zu grunewicz sin do wolle ir mayestät mich ghoren vnd ir mayestät sie mynner ankonfft wole zufrieden.

Die ko. mayestät hat mich auff den sontag durch den hern Crumellum in s. mayestät innerst gemach fordern vnd fueren Lassen vor der messen da habe ich nach dem die ko. mayestät die credencz erbrochen vnd vorlesen allesz waisz myr befolen ist gewest nach der lenge myt besten flissze erczalet vnd bericht dar auff ir mayestät myt flisse gehort vnd alle wort zweygefraugk vnd alsz balde ich auszgeredt Hat s. mayestät geantwort ich habe lange desz ko vom franckrichsz gemudt gesport vnd vornommen vnd er wolde eyne botschaffe sich der dinge zu erkonnen thon vnd mich gefraugk ab ich solchsz auch lieden moge sonst wolle s. mayestät niemancz nicht melden dar auff ich s. mayestät geantwort dasz moge ich wole lieden szo verne niemancz genent von wem s. mayestät disze dinge vorstanden vnd mich gefraugk ab ich keine befelich habe die buntnisz myt s. mayestät zu schlyssen habe ich geantwort nein sondern s. mayestät zu raiden dasz sich ir mayestät irsz gemucz entlichen vornemmen Lasse vnd zum forderlichesten die bontnisz schlisse ehe esz zu kriege komme dar auff ir mayestät gesag m. h. habe im geschriben ich solde eyne zeitlangk bie s. mayestät blieben dar auff ich geantwort desz habe ich von m. g. h. keynen befelich.

Dar nach ir mayestät allerleii gemeine rede gehaipt vnd alsz balde in die kirchen gangen vnd alsz balde ir mayestät in ir. kapellen komen vnd mich gesehen haben ir mayestät myr gewinckt vnd angesprochen vor allen heren vnd gsaugk er habe mynem g. g. hern geschriben vnd sie haben im keyne antwort dar auff ggeben, vnd alsz witter gefraugk ab ich keynen befelich habe witter myt s. mayestät der buntnisz halber zu reden dar auff ich geantwort von dem schriben habe ich keine wisse der bontnisz halber wolle ich mich eyn kleinsz bedencken vnd mych myt dem Sexsissen vice canczeller vnderreden vnd sine mayestät beantworten.