38 “Die neuesten amerikanischen Schutzvorrichtungen haben direkt mit der Kasse selbst nichts zu tun und können eigentlich an jedem Behältnisse angebracht werden. Sie bestehen aus chemisehen Schutzmitteln oder Selbstschüssen, und wollen die Anwesenheit eines Menschen, der den Schrank unbefugt geöffnet hat, aus sanitären oder sonst physischen Gründen unmöglich machen. Auch die juristische Seite der Frage ist zu erwägen, da man den Einbrecher doch nicht ohne weiteres töten oder an der Gesundheit schädigen darf. Nichtsdestoweniger wurde im Jahre 1902 ein Einbrecher in Berlin durch einen solchen Selbstschuss in die Stirne getötet, der an die Panzertüre einer Kasse befestigt war. Derartige Selbstschüsse wurden auch zu Morden verwendet; der Mechaniker G. Z. stellte einen Revolver in einer Kredenz auf, verband den Drücker mit der Türe durch eine Schnur und erschoss auf diese Art seine Frau, während er tatsächlich von seinem Wohnorte abwesend war. R. C., ein Budapester Kaufmann, befestigte in einem, seinem Bruder gehörigen Zigarrenkasten, eine Pistole, die beim Öffnen des Deckels seinen Bruder durch einen Unterleibsschuss tötlich verletzte. Der Rückschlag warf die Kiste von ihrem Standort, sodass der Mördermechanismus zu Tage trat, ehe R. C. denselben bei Seite schaffen konnte.”—Ibid., II, p. 943. [↩︎]
Transcriber Notes
This transcription follows the text of the first edition published by Charles Scribner’s Sons in 1928. However, the following alterations have been made to correct what are believed to be unambiguous errors in the text:
- Two occurrences of missing quotation marks have been restored;
- “betwen” has been corrected to “between” (Chapter IV);
- “aways be” has been corrected to “always be” (Chapter V);
- “Departmen” has been corrected to “Department” (Chapter VIII);
- “te panels” has been corrected to “the panels” (Chapter XXVI).