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SCHILLER
Dithyrambe
Nimmer, das glaubt mir,
Erscheinen die Götter,
Nimmer allein.
Kaum dass ich Bacchus, den Lustigen, habe,
Kommt auch schon Amor, der lächelnde Knabe, 5
Phöbus, der Herrliche, findet sich ein!
Sie nahen, sie kommen—
Die Himmlischen alle,
Mit Göttern erfüllt sich
Die irdische Halle. 10
Sagt, wie bewirth' ich,
Der Erdegeborne,
Himmlischen Chor?
Schenket mir euer unsterbliches Leben,
Götter! Was kann euch der Sterbliche geben? 15
Hebet zu eurem Olymp mich empor.
Die Freude, sie wohnt nur
In Jupiters Saale;
O füllet mit Nektar,
O reicht mir die Schale! 20
Reich' ihm die Schale!
Schenke dem Dichter,
Hebe, nur ein!
Netz' ihm die Augen mit himmlischem Thaue,
Dass er den Styx, den verhassten, nicht schaue, 25
Einer der Unsern sich dünke zu seyn.
Sie rauschet, sie perlet,
Die himmlische Quelle:
Der Busen wird ruhig,
Das Auge wird helle. 30
The German original is printed in the Notes to P. W., 1893, p. 619.