Es ist nämlich bekannt genug, dass die Bewohner der drei brittischen Königreiche nicht gerade in dem besten Einverständnisse leben, sondern dass vielmehr ein Nachbar an dem andern genügsam zu tadeln findet, um eine heimliche Abneigung bey sich zu rechtfertigen.

Nun aber bin ich überzeugt, dass wie die deutsche ethisch-ästhetische Literatur durch das dreifache Brittanien sich verbreitet, zugleich auch eine stille Gemeinschaft von Philogermanen sich bilden werde, welche in der Neigung zu einer vierten, so nahverwandten Völkerschaft, auch unter einander, als vereinigt und verschmolzen sich empfinden werden.


Schillers Leben.

Erster Abschnitt.

Seine Jugend (1759-1784.)

Unter allen Schriftstellern ist am Schluss des letzten Jahrhunderts wohl keiner der Aufmerksamkeit würdiger, als Friedrich Schiller. Ausgezeichnet durch glänzenden Geist, erhabenes Gefühl und edlen Geschmack liess er den schönsten Abdruck dieser selten vereinigten Eigenschaften in seinen Werken zurück. Der ausgebreitete Ruhm, welcher ihm dadurch geworden,...

... es sind neue Formen der Wahrheiten, neue Grundsätze der Weisheit, neue Bilder und Scenen der Schönheit, die er dem leeren formlosen unendlichen Raum abgenommen; zum κτημα εις αει oder zum ewigen Eigenthum aller Geschlechter dieses Erdballs.[s. 301.]

... die unsere Literatur, so reich sie auch schon an sich ist, noch ungleich mehr bereichern würde. [Anhang, s. 54.]