1170. Grannam in Gutter-Lane: wohl irgend eine stadtbekannte Alte, die in Gutter Lane wohnte, mit der Mineuer verglichen wird.
1171. lies: golde,
1178. mother Bunch: sie war eine bekannte Wirtin in London. Dekker tut ihrer bereits in Shoem. Holiday p. 65 Erwähnung. Die folgenden Hinweise verdanke ich Herrn Prof. Bang: In der zeitgenössischen Literatur wird besonders auf das Bier der M. B. angespielt; so in Pierce pen., Nashe, Works, ed. McKerrow, I p. 173. Genaueren Bescheid erhalten wir in The Weakest Goeth to the Wall, Webster, Works in Libr. of Old Authors, IV. p. 229. O, for one pot of mother Bunch’s ale, my own mother’s ale, to wash my throat ..., so spricht Barnaby Bunch, der p. 228 erzählt, dass er jetzt Schneider ist, früher aber ein besseres Gewerbe trieb: for I was an ale-draper, as Thames and Tower-wharf can witness. Was es sonst noch von dieser lustigen, lautlachenden, im Essen und Trinken unersättlichen Wirtin von der Thames- und Tower-Gegend zu sagen gibt, finden wir in Shakespeare Jest-Books, ed. W. C. Hazlitt, III. p. 7., und die lustigen Geschichten, die sie gerne ihren Gästen erzählte, sind gesammelt in Pasquils Jests mixed with Mother Bunch’s Merriments, ibid, p. 13-84. — Ein Chapbook: Mother Bunch’s Closet, wurde von G. L. Gomme für die Villon Society (London 1885) herausgegeben, enthält aber nichts auf unsere Mother Bunch bezügliches.
1179. Queene Gwyniuer: Gemahlin König Arthurs. Cf. Z. 1131. Vgl. dazu viele Beispiele bei Koeppel, Ben Jonson’s Wirkung p. 197ff. i. d. Anm.
1180. Shittle-cockes = shuttle-cockes.
1182. West Indyes: Erwähnungen der beiden Indien finden sich sehr häufig in der zeitgenössischen Literatur. s. Sh.-Lex.
1187. moldie decay’d Charing-crosse: Old Charing crosse scheint um 1600 schon stark verwittert gewesen zu sein, bis es dann 1647 niedergelegt wurde. In The Gentle Craft (Palästra 18) II. 75 findet sich folgende Anspielung: Beside, Mistris Farmer is too old for me. — Too old? quoth Harry. Why, man, she is not so old as Charing Crosse, for her gate is not crooked nor her face withered.
1190. Long Meg a Westminster: Margaret of the Spread Eagle, but more commonly knowne by the name of Long Meg of Westminster ... borne in Lancashire, in height and proportion of body passing the ordinary stature of woman (Gentle Craft, II. 6), war gleichfalls eine Dame, welche die zeitgenössischen Literaten oft erwähnen. 1582 handelt ein kleines Buch von The Life and Pranks of L. M. of. W. 1595, 14. Febr. erwähnt Henslowe ein «New Play», das von den Admiral’s men aufgeführt wurde: Long Meg of Westminster. Es wurde bis Ende Januar 1597 sechzehnmal aufgeführt. Ein Monat nach Henslowe’s Eintrag findet sich ein solcher in den Stat. Reg.: a ballad on Meg’s ‘pranks’. Exemplare von den beiden letzteren Erzeugnissen sind nicht mehr vorhanden. Vgl. Palästra 18, XXXVIIf. — Dekker tut ihrer wiederholt Erwähnung: West-ward Hoe, Works II. 349 und The Roaring Girl, Works, III. p. 211.
1193. deuill a Dow-gate: Das alte Londoner Stadttor stand da, wo jetzt Cannon-Str. Station ist. Devil of Dowgate and his Son, Titel einer alten Ballade. Cf. Fleay, Chron. I. 218. Vielleicht auch der Titel eines verlorenen Dramas auf das Fletcher zurückgriff.