Dein Vater? dein Vater?
SCHWEIZER
tritt ehrerbietig näher, fällt vor ihm nieder
Vater meines Hauptmanns! Ich küsse dir die Füße! du hast über meinen Dolch zu befehlen.
MOOR
Rache, Rache, Rache dir! grimmig beleidigter, entheiligter Greis! So zerreiß ich von nun an auf ewig das brüderliche Band, er zerreißt sein Kleid von oben an bis unten. So verfluch ich jeden Tropfen brüderlichen Bluts im Antlitz des offenen Himmels! Höre mich Mond und Gestirne! Höre mich mitternächtlicher Himmel! der du auf die Schandtat herunterblicktest! Höre mich dreimalschröcklicher Gott, der da oben über dem Monde waltet, und rächt und verdammt über den Sternen, und feuerflammt über der Nacht! Hier knie ich — hier streck ich empor die drei Finger in die Schauer der Nacht — hier schwör ich, und so speie die Natur mich aus ihren Grenzen wie eine bösartige Bestie aus, wenn ich diesen Schwur verletze, schwör ich das Licht des Tages nicht mehr zu grüßen, bis des Vater-Mörders Blut, vor diesem Steine verschüttet, gegen die Sonne dampft.
Er steht auf.
DIE RÄUBER
Es ist ein Belials Streich! Sag einer, wir seien Schelmen! Nein bei allen Drachen! So bunt haben wirs nie gemacht!