Eh mir zu schwerem Leid die Mutter dich gebar?
Wo du auch bist, lass dir mein Leid zu Herzen gehen,
Und kann ich dich schon nicht, so wie du einst warst, sehen,
Dann zeig dich mir zum Trost, ob du auch wirklich seist,
Als Schatten oder Traum oder als flücht’ger Geist.
Threnodie XI
„Ein Nichts ist Tugend”, sprach Brutus, da er geschlagen;
Ein Nichts, wohin man blickt, ein Nichts, wohin wir jagen!
Wen hat wohl Frömmigkeit je aus der Not befreit?
Wen hat wohl Güte je vor bösem Fall gefeit?