Und mit der Seele streif ich auch den Kummer ab.

Threnodie XV

Erato goldgelockt und du auch, holde Leier,

Den Menschen als ein Trost in Leid und Sorgen teuer,

Stillt auf ein Weilchen nur mir den gequälten Sinn,

Eh eine Säul’ aus Stein ich noch im Felde bin,

Aus deren Marmel es wie blut’ge Tränen quillt,

Ein Denkmal schweren Leids, ein unglückselig Bild!

Irr ich, dass wenn der Mensch auf andrer Nöte blicket,

Er sich in eigenen Verlust viel leichter schicket?