„Nein”, sagte Paul, „ich komme wegen der Stoffe.”

„Das ist zu spät!” sagte Brandeis, „ich habe sie verkauft. Sie müssen zugeben, daß ich Sie vor meiner Abreise noch einmal gesprochen habe.”

„Ja, sehr flüchtig, kaum erwähnt.”

„Ich wollte nicht zudringlich erscheinen, Herr Bernheim. Eine Eigenschaft, die man Leuten meiner Art so oft nachsagt.”

Sie saßen in einer Konditorei. Brandeis betrachtete die Wände, die Auswüchsen ähnlich sahen, einer Krankheit der Mauern, einer Beulenpest in Prismenformen, die tief verschleierten Stehlampen in den Nischen, in denen nackte, oktaedrige Nymphen der modernen Innenarchitektur lehnten. „So baut man also heutzutage!” sagte er. Er schien das Geschäft Pauls vergessen zu haben.

Bernheim wollte wieder davon anfangen. „Reden wir nicht mehr von einer alten Sache”, sagte Brandeis. „Ich nehme Ihnen nichts übel. Vielleicht haben Sie recht gehabt. Ich habe jedenfalls heute noch kein Geld gesehn. Ich fürchte, ich werde wieder in die Eisenbahn steigen müssen. Und wieder ein Visum nehmen —”

Als die Abendblätter mit den Kurszetteln kamen, bemerkte Bernheim, daß Brandeis sich nicht um die Kurse kümmerte.

„Sie wundern sich?” sagte Brandeis. „Ich habe gestern alles verkauft.”

„Und?”

„Dollars gekauft.” Ehe sie sich trennten, sagte er: „Verkaufen Sie, Herr Bernheim.”