„Lydia Markowna!” wiederholte Brandeis. Er stand auf und ging ihr entgegen. Sie war langsam und lächelnd eingetreten. Sie wählte, während sie sich den Freunden näherte, einen der Tische. Hart vor ihr und so, daß sie den Kopf zurücklegen mußte, um sein Gesicht zu sehn, blieb Nikolai Brandeis. Sie gab ihm die Hand. Er zog sie an den kleinen Tisch, der gerade leer vor ihnen stand.

„Sie sind Lydia Markowna!” sagte er, wie um sich zu vergewissern, daß sie so hieß, und als wäre ihm jeder andere Name nicht ebenso gleichgültig gewesen.

„Ja — Sie kannten mich nicht?”

„Doch. Ich kannte Sie. Aber ich frage nicht nach den Namen. Nur in ganz bestimmten Fällen. Sie sind zum Beispiel ein ganz bestimmter Fall.”

Er wartete. Sie sagte nur: „Warum?”

„Weil ich möchte —”, sagte Brandeis, „das heißt, weil ich Sie bitten möchte, morgen nicht mit den anderen zu fahren, sondern mit mir, zu mir nach Hause.”

„Was fällt Ihnen ein? Ich soll das Theater verlassen?”

„Warum nicht?”

„Aber — Sie wissen nicht? Ich habe einen Freund. Ich kann doch meinen Mann nicht verlassen! Ich kenne Sie ja gar nicht!”

„Wer ist Ihr Freund?”