„Ich habe den größten Teil meines, unseres Vermögens verloren”, begann Paul wieder. „Ich muß mich nach einer Beschäftigung umsehn. Ich besitze nicht mehr als fünfundzwanzigtausend Mark.”

„Die Summe ist nicht klein —”, sagte Brandeis. „Aber schließlich, wie man es betrachtet. Sie kann groß und klein sein. Für Sie ist sie wahrscheinlich klein. Ich könnte Ihnen vielleicht den Rat geben, einen Rat geben —”

„Nein, Herr Brandeis, es ist zu spät. Ich muß in dieser Woche auf eine Stellung, auf einen Namen, eine Position rechnen können.”

Brandeis nippte noch einmal. Dann sah er in das Gläschen. Und als hätte er daraus die Zukunft gelesen, fragte er langsam:

„Sie wollen wahrscheinlich heiraten?” Er sprach dieses Wort sehr weich aus, mit einem h, das wie ein voller Konsonant klang.

Paul nickte.

„Gut, Herr Bernheim, ich will mich umsehn.”

Paul erhob sich. Brandeis begleitete ihn zur Tür. Er streckte die Hand aus.

„Kann ich den Namen der Dame wissen?”

„Ich bin noch nicht verlobt”, sagte Paul zögernd. Er fürchtete, die Hand aus der weichen, warmen Umklammerung Brandeis’ zu befreien.