Sie wich nicht von ihm. Immer sah er sie dicht, dicht neben sich. Er entkleidete sie mit den Augen, er wühlte in ihrer Nacktheit, er begehrte sie: sein Gehirn begann in einem gierigen Taumel zu wirbeln.
Aber Agaj ist ja meine Schwester! schrie er entsetzt in sich hinein.
Da hörte er sie plötzlich sprechen. Er verstand nun alles, was er noch vor drei Stunden nicht verstehen konnte.
„Sie liebt Dich eigentlich gar nicht wie eine Schwester...”
Die paar Worte schlugen sich tief in seine Seele. Es war, als wäre dort ein Pünktchen Licht hineingefallen, das nun plötzlich zu einer Feuersbrunst ausgewachsen war.
„Als Du das letzte Mal ins Ausland fuhrst, glaubt ich, dass ich verrückt würde.”
Er hörte es damals fast gleichgültig an, und jetzt, jetzt endlich verstand er es.
Er riss die Augen auf. Er riss sie noch weiter auf: das furchtbare Licht blendete ihn.
Er kroch ganz in sich zusammen. Ein schmerzhafter Wollustkrampf fraß saugend an seinem Hirn, er wehrte sich nicht: die Schauer einer gierigen Lust krochen wie Gift in jeden Nerv seines Körpers.
Er schrak hoch.