Und von Neuem steifte sich sein Körper. Er warf sich über sie her, er legte sich über sie mit verzweifelter Kraft: Ihr Leib wand und bäumte sich. Aber er war stärker. Er fesselte den widerspenstigen, zuckenden Körper mit Händen und Beinen, sein Leib warf sich ein paar Mal auf und ab im schmerzhaften brutalen Krampf: der wilde Sturm barst in einem langen, verröchelnden Laut.
Noch hielt er fest ihren Leib umschlungen. Ihre Glieder lösten sich. In ihren Händen zuckte sein Herz wie eine verlöschende Flamme. Die letzte Schauerwoge verebbte: ein unsagbar ruhiges Glück tauchte in sein Blut.
Da: plötzlich fühlt’ er sie entweichen, ihre Glieder glitten langsam an seinem Körper entlang; er griff nach ihr, verzweifelt sprang er ihr nach...
Agaj! schrie er, Agaj!
Im selben Nu stolperte er, stürzte lang hin und kam zu Bewusstsein.
Er lag auf dem Boden.
Da warf er sich auf das Bett, die Angst nestelte auflösend an seinem Hirn.
Das war nicht Traum, das war mehr wie es jemals in der Wirklichkeit sein konnte, tausendmal mehr, schrie er in sich hinein... Sollte er wirklich wahnsinnig werden?
Mit letzter Kraft warf er alle Gedanken aus dem Kopf, mit Verzweiflung klammerte er sich an eine dumme Erinnerung, aber das Hirngespinst seines Fiebers goss sich schäumend über seine Seele: er fühlte so lebendig die Wollustraserei ihres Körpers, seine Lippen waren wund, sein Körper wie gebrochen von der Brunst ihrer Umarmung.
Das war Agaj — der Alp Agaj — der Vampir Agaj!