Er fuhr entsetzt auf:

Sie war es wirklich, sie konnte zugleich an zwei Stellen sein. Sie konnte sich teilen, und jetzt war sie bei ihm.

Er fühlte, dass die Angst ihn jetzt töten würde. Er wollte Licht anzünden. Seine Hände zuckten und flackerten. Endlich gelang es ihm.

Das beruhigte ihn einen Augenblick.

Und plötzlich, wieder von Neuem kam über ihn ein wilder Paroxysmus von Gier und Sehnsucht nach Agaj. Und schon wollte er sich von Neuem in die Fieberorgie dieser blutschänderischen Wollust werfen. Er brauchte nur das Licht auszulöschen, und er wurde es von Neuem erleben.

Aber die Angst schoss in ihm empor. Ein Strom von Angst staute sich in seinem Hirn: das würde sein Leben kosten.

Er faltete krampfhaft die Hände und suchte stöhnend nach Erlösung.

Endlich packte er gierig ein Buch, das auf dem Nachttisch lag: Auf der ersten Seite sein eignes Portrait.

Er sah flüchtig hin: sein Blut gerann vor Schreck. Er sah wieder hin: die Linien schienen lebendig zu werden, das Gesicht wuchs, bekam Leben, schien sprechen zu wollen...

Er blätterte ein paar Seiten um und fing an laut zu lesen. Aber seine Stimme klang ihm dröhnend im Gehirne wieder, und er hatte das Gefühl, dass der Andre im nächsten Moment hervorkriechen werde, bald, bald werde er aus dem Buche herauswachsen und ihn anstarren...