Das ganze Buch bekam etwas Lebendiges, es schien sich in seinen Händen zu bewegen, er warf es entsetzt weg, aber es bewegte sich, es kroch auf dem Boden umher, der Andre arbeitete sich mühsam hervor, jetzt, jetzt würde er ihn sehen...

Er sprang rasend aus dem Bett, warf sich mit seinem ganzen Körper über das Buch, packte es dann mit den Händen, würgte es, riss es auseinander, aber er fühlte, dass er hochgehoben wurde, gewaltsam, wie von einer Winde hochgeschraubt...

Das ist Wahnsinn, das ist Wahnsinn! schrie es in ihm. Er sprang auf, stierte wie abwesend auf das Buch: die Vision war vorüber, aber er hatte Angst es aufzuheben. Endlich kam er zu sich.

Er setzte sich hin: Ohnmacht umfing lähmend sein Herz. Er sank auf das Bett und stierte in stumpfer Verzweiflung auf die Decke.

Da stellte sich plötzlich die Erinnerung an die Orgie, die er soeben durchlebt hatte, wieder ein.

Ein krankes Verlangen begann ihn zu peitschen, seine Kräfte gaben nach, schon fing er an zurückzusinken, da stand er mit einem Mal ganz mechanisch auf, ohne im Geringsten daran zu denken oder es zu wollen, kleidete sich wie in einem somnambulen Traum an und ging auf die Straße.

Er sah sich um: er war wirklich auf der Straße. Es wurde ihm nicht ganz klar, wie er heruntergekommen war. Aber er war glücklich, dass er nun weg, weg war von dem entsetzlichen Zimmer, wo Satan seine Messe feierte.

Jetzt musste er an Satan glauben, murmelte er tiefsinnig, ja an Satan und an seine raffinierte, grausame Geschlechtsmesse...

Er setzte sich hin auf die Stufen eines Denkmals, vergrub den Kopf in beide Hände und verfiel in einen fiebrigen Halbschlaf.

Da schrak er zusammen: Jemand war dicht vor ihm stehen geblieben.