Nein, nein — er musste nach Hause gehen. Sich ins Bett legen. Er war ja todkrank.
Die Sonne schien ihm stechend in die Augen. Er fühlte die scharfen Strahlenstöße sich gellend ihm in die Nerven keilen. Es schwindelte ihn: er setzte sich auf eine Bank.
Ekelhaft, mitten auf der Straße ohnmächtig zu werden! fuhr es ihm plötzlich durchs Gehirn. Die Vorstellung von einem Auflauf, einer Tragbahre rüttelte ihn mit einem Male auf.
Er strengte sich an, die Menschen, die wie Schatten an ihm vorüberglitten, zu sehen, deutlich zu sehen, sie voneinander zu unterscheiden.
Da sah er plötzlich sie. Es kam ihm vor, als hätte er sie schon früher einmal vor seiner Bank auf– und abgehen gesehen.
Sie ging ruhig, grüßte freundlich nach allen Seiten und hatte rote Handschuhe an. Lange scharlachrote Handschuhe.
— Agaj! schrie er auf.
— Nun? was machst Du hier?
Er nahm sie schweigend unter den Arm und führte sie in ein abgelegenes menschenleeres Café.
Es war Macht in ihm.