Plötzlich stand sie auf und trat dicht an ihn heran.

— Du kommst heute um zehn Uhr abends zu mir, sagte sie scharf. Die Mutter ist verreist.

— Ich komme nicht! fuhr er rasend auf.

— Du kommst! wiederholte sie lächelnd.

Eine Tollwut kam über ihn.

— Ich schwöre Dir, dass ich nicht komme, schrie er heiser auf. Ich schwöre! er stampfte mit den Füßen.

— Du kommst! sagte sie sehr ernst.

Die Wut zersprengte ihm sein Gehirn. Er hatte eine tierische Lust, dies Weib zu morden. Es schrie etwas in ihm dies Wort: Morden! Die Sinne vergingen ihm. Ein Schwindelgefühl wirbelte wie ein feuriges Feuerscheit in seiner Seele. Er ballte die Fäuste und ging auf sie zu.

— Du wirst heute um zehn Uhr zu mir kommen, sagte sie leise und ging aus dem Zimmer.

— Ich werde nicht! brüllte er auf und warf sich auf den Boden. Die Seele war ihm aufgerissen und blutete aus tausend Wunden. Er wälzte sich auf dem Boden und vergrub in wütender Ohnmacht seine Hände in den Teppich.