— Ist es Vernunft?

— Nein, nein! Ich habe Ekel vor der Vernunft. Es ist etwas, was ich nicht kenne. Ich sehne mich bis zum Wahnsinn nach Dir... Du bist der größte Mensch, den ich kenne, Du bist mein größter Künstler, und ich würde mit Freude Deine ganze herrliche Menschlichkeit, Deine ganze gewaltige Kunst für ein Stück Deiner nackten Haut geben... Sieh, sieh meine Arme, sie sind so schmal, aber sie haben Muskeln von Stahl... Wie oft hab ich Dich nicht mit diesen Armen in meinen Nächten umfasst und an mich gepresst!... Sieh meinen schmalen Körper, wie oft hat er sich nicht über den Deinen gewunden!... und, und... sie stotterte verwirrt... im letzten Momente trennt uns etwas, reißt uns auseinander... Das ist wohl dasselbe Blut... Fühlst Du es nicht?

— Ja, jetzt fühl’ ich es.

Sie raffte sich plötzlich zusammen.

— Ja, Du, Du... Lach’ doch!

Er lachte.

— Sind wir verrückt? fragte sie.

— Ja.

Ihre Hände verflochten sich krampfhaft. Ihre Gesichter verzerrten sich schmerzhaft.

— Geh, geh, flehte sie schluchzend. Der Wahnsinn kommt, der Wahnsinn kommt... Geh, geh!