— Ich bleib’ bei Dir! sagte er hart.

Sie starrte ihn in entsetzlicher Angst an.

— Dein Wille schwillt... sie kam in eine furchtbare Erregung. Dein Wille schwillt so grässlich an. Jetzt bekommst Du Macht über mich... Du bist so grässlich stark... Geh, geh... mein Kopf kracht und meine Brüste glühen... Feuer in meinem ganzen Körper.

Sie sank an ihm nieder und umklammerte seine Beine.

Seine Seele brach plötzlich in einer stumpfen Verzweiflung. Das Empfinden hatte sich von seinem Willen losgelöst, er wurde machtlos. Eine dumpfe öde Leere gähnte in seinem Gehirn.

Sie setzte sich auf seinen Schoß, lehnte ihren Kopf an seine Brust und weinte. Dann nahm sie seinen Kopf, küsste ihn auf den Mund, auf die Augen und sah ihn fortwährend an mit einem Blick, in dem die Verzweiflung in ein brütendes Jenseits vom Schmerze zerbrochen war.

Jetzt geh, geh!

Er erhob sich mechanisch. Seine Seele war taub.

Sie führte ihn ans Fenster.

— Sieh das Meer! Wie gut wäre es, mit Dir da unten zu liegen — in Deinen Armen, Deinen Armen... aber ich liebe Deine Frau. Sie würde den Schmerz nicht überleben... nein, nein! es müsste furchtbar sein, mit diesem Schmerz an Dich zu denken. Ich muss allein.